Welche Fotos sind überhaupt geschützt?


Jedes Lichtbild und Foto ist urheberrechtlich geschützt (§ 72 UrhG), selbst die schlechtesten Schnappschüsse. Der Bildrecheinhaber hat das ausschließliche Recht auf öffentliche Zugänglichmachnung bzw. Verwertung seiner Bilder, § 19a UrhG. Bei einer Verwendung ohne Zustimmung hat der Rechteinhaber umfangreiche Ansprüche gegen den Verwender. Er darf die sofortige Unterlassung der Nutzung zusammen mit einer Unterlassungserklärung fordern und hat ein Recht auf Auskunft über die Dauer und den Umfang der Verwendung sowie die Bezahlung von Anwaltskosten und fiktiven Lizenzgebühren.

Der Schutz selbst erstellter Fotos

Oft wird liest man, selbst geschossene „einfache Fotos“ würden keinem urheberrechtlichen Schutz unterliegen. Dabei argumentieren selbst Anwälte oft, dass die Bilder deshalb nicht geschützt seien, weil sie keine Schöpfungshöhe erreicht hätten. Wer so vorträgt, hat keine Kenntnis von der Norm des § 72 UrhG. „Normale“ Bilder sind nämlich genauso geschützt wie sog. Lichtbildwerke, die eine Schöpfungshöhe aufweisen.

Lichtbildwerke sind schöpferische Fotografien. Das „Lichtbild“ ist ein Bild, das keine schöpferische Fotografie im rechtlichen ist. Beim Lichtbild wird die rein technische Leistung der Aufnahme geschützt, also das Aussuchen des Motivs und das Erstellen des Bildes. Dieser Schutz von Lichtbildern von Privatleuten und Amateuren erfasst daher auch private „Knipsbilder“. Inhaber des Schutzrechts ist der Urheber der Lichtbilder und somit der Fotograf.

Dem Lichtbildner stehen die üblichen Urheberrechte zu, insbesondere das Veröffentlichungsrecht und Namensnennungsrecht. Im Ergebnis wird daher auch der Ersteller eines einfachen Fotos eine Abmahnung aussprechen können, wenn ein anderer sein Bild ohne Genehmigung oder Namensnennung nutzt.

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