Abmahnung wegen Sicherheitslücke im WLAN-Speedport der Deutschen Telekom AG


Wer eine Abmahnung wegen Filesharings erhalten hat und sämtliche Möglichkeiten ausschließen kann, dass jemand aus seinem Haushalt oder Besucher für den Upload der vorgeworfenen Datei verantwortlich sind, der fühlt sich zunächst betrogen und abgezockt.

In diesen Fällen kann die Wurzel des Übels in einem unsicheren WLAN-Router liegen. Untersucht und für unsicher befunden wurden die Speedports der Deutschen Telekom AG mit den Modellnummern W303V (Typ A) W500, W502V, W503V (Typ C), W504V, W700V, W720V, W722V (Typ B) und W723V (Typ B).

Wer ein solches Speedport nutzt, sollte prüfen, ob dieses mit der aktuellsten Software betrieben wird. Denn die Sicherheitsprobleme sind bekannt und die DTAG hat meist mit einem Firmware-Update die Sicherheitslücke geschlossen. Wer dieses Update nicht ausgespielt hat, dessen Speedport kann von außen leicht zugänglich sein.

Wer aufgrund dieser Sicherheitslücke eine Abmahnung wegen Filesharings erhält, sollte anwaltlich prüfen lassen, ob hier hierfür haftet.

Das AG Frankfurt a. M. hat beispielsweise die Klage eines Rechteinhabers wegen einer nachgewiesenen Sicherheitslücke in einem Telekom WPS-Router abgewiesen, weil trotz Verschlüsselung der Zugriff von Hackern möglich war (Urteil vom 06.03.2015, Az. 30 C 1443/14). Seit dem Jahr 2016 reicht jedoch die ernsthafte Möglichkeit eines Zugriffs von außen nicht mehr aus, da der Bundesgerichtshof mittlerweile fordert, dass der Abgemahnte den Täter weitgehend einkreisen kann.

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