Ist der Webdesigner alleine verantwortlich?


Oft ist ein Webdesigner mit der Erstellung der Internetseite beauftragt, der die Programmierung übernimmt sowie Bilder aussucht und in die Seite einbindet. Der Auftraggeber geht meist davon aus, dass ihm Nutzungsrechte eingeräumt sind. Ist dies nicht der Fall und man erhält eine Abmahnung, stellt sich die Frage nach der Haftung.

Sofern Sie einen Webdesigner beauftragt haben und er Ihnen eine fertige Seite verkauft, so haftet er Ihnen im Innenverhältnis, da die Seite aufgrund der Drittrechte nicht frei von Sach- bzw. Rechtsmängeln verkauft wurde. Dasselbe gilt für eine eventuelle Versicherung des Rechteinhabers, dass Sie die Bilder nutzen dürfen.

Leider haftet der Seitenbetreiber selbst auch auf Unterlassung und meist auch Schadensersatz. Nach ständiger Rechtsprechung muss sich jeder, der ein fremdes Bild benutzt, sorgfältig Gewissheit über die Nutzungsbefugnis verschaffen (BGH, Urteil vom 10.10.1991 – I ZR 147/89). Eine solche Pflichtverletzung führt eventuell dazu, dass den Auftraggeber ein Mitverschulden bei Regressansprüchen gegen den Webdesigner trifft.

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