Fake-Abmahnungen per E-Mail mit ZIP-Datei


Im Juli 2014 zehntausende Fake-Abmahnungen wegen Downloads per E-Mail

Zehntausende deutsche Internetnutzer haben im Juli 2014 wieder Abmahnungen in Ihrem E-Mail-Postfach gefunden. Die E-Mails enthalten meist die Namen bekannter Abmahnkanzleien wie Schulenberg & Schenk, Zimmermann & Decker, Kornmeier & Partner, Sasse & Partner oder Daniel Sebastian. Es handelt sich bei diesen Mails allerdings nicht um echte Abmahnungen, sondern um sog. Fake-Abmahnungen! Den Mails sind ZIP-Dateien angehängt, auf denen sich angeblich mehr Details zu der vermeintlichen Abmahnung befinden sollen. Bei den ZIP-Dateien handelt es sich jedoch um Trojaner. Den Versendern dieser Mail ging es nicht um die Zahlung, sondern um die Verbreitung des Trojaners.

Bevor Sie bei uns anrufen, beachten Sie bitte:

Echte Filesharing-Abmahnungen kommen niemals per E-Mail und sind daher gefälscht. Empfänger solcher E-Mails können die Nachrichtern getrost löschen, aber davor bitte keinesfalls den ZIP-Anhang öffnen! Die Verwirrung ist dennoch groß, da die Mails unter dem Namen von echten Abmahnkanzleien verschickt werden. Daher gehen viele Empfänger von der Echtheit dieser E-Mails aus.

Das sind Hinweise auf Fake-Abmahnungen

Die Abmahnung kommt per E-Mail. Abmahnungen per E-Mail sind zwar grundsätzlich wirksam, jedoch verschicken die echten Filesharing-Abmahner niemals E-Mails, sondern Briefe.

Es wird keine Unterlassungserklärung gefordert. Die Unterlassungserklärung ist der Kern einer jeden Abmahnung. Sofern Sie fehlt, können Sie davon ausgehen, dass die Abmahnung nicht ernsthaft gemeint ist.

Es wird eine Zahlung innerhalb von 48 Stunden verlangt. Auch wenn die Fristen bei Abmahnungen zum Teil sehr kurz sind. Eine Frist von 48 ist unüblich und deutet auf ein betrügerisches Verhalten hin.

Die E-Mail enthält eine ZIP-Datei. Keine seriöse Abmahnung enthält eine ZIP-Datei. Diese Datei enthält in der Regel einen Trojaner, der Ihren PC ausspionieren soll.

Folgende Texte würde niemals ein echter Abmahnanwalt verwenden:

„Dies verstößt gegen § 19aUrhG und muss zum verantwortlichen Amtsgericht gemeldet werden. Nur die schnellstmögliche Zahlung eins Bußgeldes von 400.88 Euro kann dies verhindern. Wir erwarten den Zahlungseingang innerhalb der nächsten 48 Stunden. Details finden Sie im angehängten Dokument f809678eea90.zip“

Wir von Scheuermann, Westerhoff, Strittmatter Rechtsanwälte haben Nachweise dafür, dass Sie am 06.07.2014 von Ihrem PC aus das Musikalbum “Armin van Buuren – Intense” geladen und gleichzeitig zur Verfügung gestellt haben. Passiert ist es um … Sie verstoßen damit gegen §19a UrhG, was enorme juristische Konsequenzen für Sie bedeutet. Soweit muss es aber nicht kommen, falls Sie uns gegenüber eine Überweisung in Höhe von 499.42 Euro leisten. Dieser Vorschlag besteht jedoch nur innerhalb der nächsten 48 Stunden.

Unsere Anwaltskanzlei Schutt Waetke Rechtsanwälte hat Hinweise darauf, dass am 05.07.2014 der Film “Pacific Rim” von Ihrer IP, der …, illegal geladen wurde, und zwar um …. Das verstößt gegen §19a UrhG, was einen Gesetzesbruch mit sich bringt. Falls Sie uns keine Strafgebühr i.H.v. 446.66 Euro innerhalb der nächsten drei Tage überweisen. Sämtliche Einzelheiten finden Sie im Anhang correctitude.zip. Bitte sputen Sie sich mit der Zahlung, falls Sie ein Gerichtsverfahren verhindern wollen.

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